Heizgebläsekasten ausbauen bei Mercedes 300 SEL W 109

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06 Dez 2019 21:14 #12817 von Wilhelm
Guten Tag allerseits,

leider muss ich -gleich aus mehreren Gründen- den Heizgebläsekasten bei meinem Mercedes 300 SEL 3,5 (W109) Bj. 1972 ausbauen. Zum einen läuft der Lüftermotor nicht und zum anderen habe ich den Verdacht, dass der Heizkühler auch nicht mehr ganz dicht ist. Da kommt wohl eine recht große Fummelarbeit auf mich zu. Hat hier jemand so etwas schon mal gemacht und kann mir dazu im Vorfeld ein paar nützliche Tips geben? Im Forum habe ich dazu bisher nichts gefunden.

Vielen Dank im Voraus und viele Grüße

Wilhelm

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08 Dez 2019 09:47 #12824 von Frank25
Hallo Wilhelm,
da hast Du Dir ja was vorgenommen. Ich kenne das vom W111 Coupé ist richtige Fummelarbeit. Die Ausbauanleitung findest du hier. Klick mich
Steht alles im Werkstatthandbuch ab 1959 Band 3, Gruppe 83-3

Gruss Frank

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08 Dez 2019 13:34 #12825 von Wilhelm
Hallo Frank,

danke für den link des WHB. Ich habe es nur in Papierform aber der Bereich Heizung/Lüftung fehlt darin komplett.
Ich habe heute Morgen schon alles sehr gründlich studiert. Das ist wirklich der Oberwahnsinn, anders kann man das wohl nicht bezeichnen. Leider findet man auch in anderen Foren sehr wenig darüber. Was allerdings wohl SEHR wichtig sein könnte, ist die Tatsache, dass das WHB 1967, als die Tunel breiter wurden bezüglich des Heizkastenausbaus wohl nicht berichtigt wurde und deshalb einen "schweren" Fehler enthält. Es schreibt jemand, dass sich der Heizkasten ab Bj. 1967 eben NICHT (!) nach rechts, also über die Beifahrerseite ausbauen lässt. Da dann nur die linke Seite übrig bleibt müssen dann vielleicht sogar noch die Lenksäule und die Pedalerie raus.
Hast du diese Aktion schon mal gemacht?

Viele Grüße

Wilhelm

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08 Dez 2019 16:01 #12826 von Frank25
Hallo Wilhelm,
ja ich habe es hinter mir mit dem Aus- und Einbau. Fahrzeug ist ein W111 Coupé von Ende 1967. Der Grund warum alles raus musste war das Defekte Scheibenwischergestänge. Für den Heizungskasten und das Gebläse reicht es den rechten Luftverteiler Auszubauen. Dazu natürlich alle Bowdenzüge der Heizungsbedienelemente, Luftzufuhrklappe vorn, Radio und Handschuhkasten. So dass er nach rechts raus geht. Für den Wechsel des Wischergestänges musste noch der rechte Luftverteiler raus und dazu musste die Pedalerie komplett raus und die Lenksäule abgesenkt werden(dazu natürlich alle Anzeige Instrumente ausbauen), um das Wischergestänge raus zubekommen. Da alles schon draussen war habe ich auch alles gleich überholt. Sonst macht man alles irgendwann noch mal. Aber wie gesagt zum Ausbau des Heizungskastens und Gebläse reicht es wenn die rechte Seite freigelegt wird. Der linke Luftverteiler kann Eingebaut bleiben.

Gruss Frank

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09 Dez 2019 13:49 #12827 von Wilhelm
Hallo Frank,

da hast du ja auch ne Groß-OP hinter dir. Ich habe inzwischen weiter demontiert. Dazu hat mich auch ein Anruf von jemandem erreicht, der diese Aktion auch schon einmal gemacht hat. Bei meinem Wagen ist übrigens noch eine Klimaanlage verbaut (was ich bisher gar nicht erwähnt habe), weshalb ein Ausbau über die rechte Seite DEFINITIV unmöglich ist, vorausgesetzt man will nicht auch noch den Klimakasten ausbauen, was ich auf Grund der funktionieren Anlage nicht möchte.

Es bleibt mir deshalb nur der Weg über die linke Seite mit allen Konsequenzen (Ausbau Lenksäule und Bremspedal (Kupplung entfällt wegen Automatik).

Man kann es drehen, wie man will, es bestätigt sich leider, dass das Ganze -wie erwartet-
ein mega riesen Aufwand ist.

Nach Abschluss werde ich weiter berichten.....

Viele Grüße

Wilhelm

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15 Dez 2019 14:55 #12838 von Wilhelm
Warum auch immer wurde meine vorherige Nachricht unfertig versendet. Bitte ignorieren!

Da zu diesem Thema weder hier noch in anderen Foren wirklich viel zu finden ist, möchte ich für diejenigen, denen so eine Aktion noch bevorsteht gerne einmal meine Erfahrungen dazu zur Verfügung stellen:
Zum heutigen Zeitpunkt ist jedoch erst einmal nur ein Zwischenbericht möglich, der berschreibt, was zu tun ist, damit der ganze Kasten zunächst einmal überhaupt auf der Werkbank landet:
Wichtige Info vorweg: Bei meinem Wagen ist eine (funktionierende) Klimaanlage verbaut, sodass der Ausbau des Heizungskastenb definitiv nur über die linke Seite, also den Fahrerfußraum auszubauen ist. Ansonsten müssten auch Teile der Klimaanlage evakuiert werden mit allen Konsequenzen, die da dran hängen.....! Das WHB geht auf diese Besonderjheit leider überhauupt nicht ein!

Folgendes ist zu tun:
> Teppich an beiden Fahrerböden und am Tunnel entfernen
> Heizungskanäle, die zum Fondfußraum führen für beide Seiten entfernen
> Handschufach, Radio, Lautsprecher,Aschenbecher und Zigarettenanzünder ausbauen
> Kombiinstrument ausbauen, Achtung Tachowelle nach hinten weg ziehen, da diese durch die linke Entfrosterdüse geführt ist, die auch raus muss.
> Die Holzleiste, die von innen unten entlang der Windschutzscheibe verläuft (Holzschüssel ?) ausbauen. Achtung vorsichtig mit Gefühl. Dazu am besten auch die Verkleidungen an der A-Säule entfernen
> Dann das gesamte Schutzpolster entfernen, da man nur so an die Entfrosterdüsen gelangt, die auch alle raus müssen.
> Die linke, die rechte und die mittlere Entfrosterdüse und alle Schlauchverbindungen ausbauen
> Der Heizungskasten selbst ist mit zwei Schrauebn an der Spritzwand befestigt und wird natürlich über die Zu- und Ablaufleitung zum Motorraum hin gehalten. Alles muss gelöst werden.
> Vom Bedienteil verlaufen diverse Bowdenzüge zum Heizungskasten. Ich bin nicht sicher, ob man den Heizungskasten auch mit Bedienteil herausbekommt, glaube es aber eher nicht. Da ich das noch nie
gemacht habe und in dem Stadium sowieso schon viel erforschen musste, habe ich mich entschieden, das Bedienelement im Vorfeld auszubauen. Beim späteren Wiedereinbau werde ich vielleicht
versuchen, den Kasten samt Bedienteil einzubauen. Beim Ausbau macht es daher Sinn, alle Bowdenzüge zu lösen, um das Bedienteil raus zu bekommen. Allein diese Aktion hat es in sich.
> Wenn das Bedienteil, alle Düsen und Schläuche entfernt sind, dann sollte der Kasten sich schon etwas bewegen lassen.
> Leider lässt sich der Kasten aber nicht so weit zum Wageninneren ziehen, dass die beiden Leitungen, auf die im Motorraum die Heizunsschläuche montiert sind auch ins Wageninnere ragen
> Deshalb muss auch noch die gesamte Bedieneinheit der Klimaanlage mit dem dahinter liegenden Kaltluftkanal komplett entfernt weden. Die elektrische Verbindung dazu kann mit einen Stecker,
der sich innen unterm Handschuhfach befindet getrennt werden. Bei Ausbau dieses Bauteils sehr behutsam, am besten zu zweit vorgehen, denn das Teil ragt komoplett von der linken bis zur rechten Seite.
Dort, wo die Lenkung verläuft, lauert Bruchgefahr! Erst wenn dieser Kaltluftkanal raus ist, dann kann man den Heizungskasten gerade so weit nach innen ziehen, dass er anschl. auch nach links oder
rechts bewegt werden kann.
> Da der Heizungskasten in meinem Fall definitiv (!) nur über die linke Seite entfernt werden kann, stellt man jetzt fest, dass sowohl die komplette Lenkung, das Bremspedal und auch noch die Handbremse
raus müssen, da diese Bauteile den Weg versperren. Es geht wirklich nicht ohne. Ich hatte es mir gewünscht, aber es geht nicht !
> Erst wenn die Lenkung und das Bremspedal samt Haltebock raus sind, hat man die Möglichkeit den Kasten in Richtung Fahrerfußraum zu bewegen. Auch das geht nicht von selbst, denn man stößt
wirklich noch überall gegen bzw. verhakt sich, aber es geht. Nach einer gewissen Zeit ist es dann geschafft.
> Dann kann man sich an den Kasten machen und ihn überholen. Dabei sollte man kompromisslos und sorgfältig vorgehen, denn so eine Aktion will man nicht zweimal machen.
> Im Wagen ist quasi das gesamte Armaturenbrett leer. Die noch quer verlaufenden Kabelstränge sollte man lösen und mit Kabelbindern nach unten ziehen, damit für den Wiedereinbau wirklich absolut
nichts im Weg ist. Ich habe bei der Gelegenheit das kopmplette Scheibenwischergestänge geprüft und neu gefettet. Sollte dort eine Überholung nötig werden, muss vorher der Heizungskasten raus!!

Ihr seht, es ist schon eine gewaltige Aktion, nur um den Heizungskasten auszubauen. Der Heizungskasten wird jetzt auf der Werkbank komplett überholt.

Später werde ich vom Wiedereinbau berichten, vor allem, ob es mit vorher exakt angeschlossenem Bedienteil möglich ist.

Viele Grüße

Wilhelm
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15 Dez 2019 15:15 #12839 von Volker
Hallo Wilhelm,

ich fidne es klasse, dass Du das dokumentierst. Wenn Du da noch ein paar Fotos zu schießt, können wir hier einen Artikel dazu machen. Was meinst Du?

Viele Schraubergrüße - best regards, Dr-DJet Volker
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15 Dez 2019 17:13 #12840 von Wilhelm
Hallo Volker,

werde ich machen...

Gruß
Wilhelm

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12 Jan 2020 18:52 #12936 von Wilhelm
Hallo allerseits,
wie angekündigt folgt nun der zweite Teil meines Erfahrungsberichtes: Vorab bitte nochmals zur Erinnerung, bei meinem 109-er ist eine funktionierende Klimaanlage verhaut, sodass der Heizgebläasekasten wirklich nur (!) über den Fußraum der Fahrerseite auszubauen ist, sofern man nicht auch noch Großteile der Klimaanlage ausbauen möchte.

Aktuell kann ich bis zum Wiedereinbau des Heizungskasten und der drei Luftdüsen berichten. Im Ergebnis ist das aber ja auch der Hauptteil, der diejenigen interessiert, die diese Aktion leider noch vor sich haben. Der Rest, der bei mir jetzt noch kommt sind letztlich nur noch „gewöhnliche“ Wiedermontagen, die sich aber noch etwas verzögern werden, weil ich bei dieser Gelegenheit entschlossen habe, auch gleich sämtliche Holzteile zu überholen und die ausgebaute Lenksäule und die Pedalerie zu lackieren.

Als der Heizgebäsekasten ausgebaut und auf der Werkbank demontiert war, war leider mehr als deutlich der Zahn der Zeit von knapp 50 Jahren zu erkennen. Ich würde jede Wette abschließen, dass den vor mir bei diesem Wagen noch nie jemand ausgebaut hat. Die Ursache des Fehlers war schnell durch einen sich nicht mehr drehenden Lüftermotor erkannt. Sämtliche Schaumstoffdichtungen waren außerdem zerbröselt und keiner Funktion mehr zuzuordnen. Zusätzlich war wohl auch noch irgendwo eine ganz leichte Undichtigkeit am Heizkühler oder am Heizventil vorhanden, denn es war eine leichte Feuchtigkeit im Inneren des Kastens festzustellen. Ihr könnt Euch bestimmt vorstellen, wie sowas aussieht und vor allem riecht ...

Ich stand nun vor dem Problem, dass die gesamte Einheit irgendwie wieder in den Urzustand versetzt werden musste und zwar so, dass sie nach dem Wiedereinbau für SEHR LANGE ZEIT auch nicht wieder ausgebaut werden muss. Ein Mensch sollte genau wissen, was er kann und sich auch zutraut und noch genauer, was er vielleicht nicht kann. Als ich das ganze Elend auf der Werkbank vor mir liegen sah, war mir klar, dass ich hier besser professionelle Hilfe in Anspruch nehmen sollte. Allein die Vorstellung, dass das Lüfterrad an einer Stelle später einmal an einer Schaufel bricht, die wirklich nur an einem kleinen Punkt am äußeren Ring Stabilität erhält, löste bei mir böse Gedanken aus. Wenn das nämlich passiert und sich das abgebrochene Teil verkeilt, dann macht man alles noch einmal!

Hilfe habe ich bei Bernd gefunden, der sich auf die Überholung solcher Heizgebläsekästen spezialisiert hat. Jeder Kompromiss oder die Alternative, einen anderen gebrauchten Heizkasten einzubauen erschien mir in meinem Fall, durch den Umfang der Montagearbeiten bedingt- nicht sinnvoll. Bernd hat mir also den Heizgebläsekasten einschl. des Heizventils und der Bedieneinheit überholt. Er hat neben einem neuen Lüftermotor auch ein moderneres, deutlich stabileres Lüfterrad eingebaut. Bei Bedarf stelle ich gerne über PN den Kontakt zu Bernd her.

Nach einer gewissen Zeit hatte ich also einen überholten Heizgebläsekasten auf der Werkbank liegen, an dem das Bedienteil mit allen Bowdenzügen schon exakt montiert und justiert war.
Im ersten Teil meines Berichtes hatte ich geschrieben, dass ich beim Wiedereinbau versuchen wollte, die gesamte Einheit MIT bereits montiertem Bedienteil einzubauen, da die richtige Montage und Justierung aller Bowdenzüge schon eine Sache für sich ist. Abgesehen, dass man überall schlecht hinkommt, fehlen einem auch noch die ein oder anderen Gelenke an den Fingern, die man mit allerlei Kniffen irgendwie ersetzen muss. Die wichtigste Erkenntnis ist, dass es geht! Man kann den Heizgebläsekasten MIT vorher exakt montiertem Bedienteil zusammen über die linke Seite wieder einbauen!!!

Aber bitte glaubt mir, es ist NICHTS an Platz über, ich würde sagen, keine 2 mm !! Es ist deshalb von allergrößter Wichtigkeit, dass der quer hinter dem Radioschacht und dem Zigarettenanzünder etc. verlaufende Kabelstrang komplett (!) dort entfernt wird. Man kann ihn das nötige Stück nach vorne zu sich ins Wageninnere ziehen. Dazu müssen die vom Werk dort verbauten Kabelbinder geöffnet werden. Mit etwas Gefühl bekommt man das hin. Wenn sich einer nicht öffnen lassen will, dann muss er eben abgekniffen werden. Später kann man den Kabelstrang auch mit herkömmlichen Kabelbindern wieder arretieren. Wenn der Kabelstrang nicht entfernt wird, reicht der Platz nicht aus, glaubt mir das bitte.

Der Einbau von unten links über den Fahrerfußraum sollte dann unbedingt zu zweit erfolgen. Man muss mit viel Gefühl cm für cm (manchmal auch mm für mm) sich zur endgültigen Position vorarbeiten. Man stößt überall gegen und es verhakt sich gerne. Einer der beiden Personen sollte aufpassen, dass das Ende des Heizventils (die Seite, die zum Motorraum zeigt) nicht beim Reindrücken/Reinschieben des Kastens irgendwo gegenstößt und beschädigt wird. Nur zwei Hände reichen bei diesem Schritt nicht. Man muss auch noch die Bedieneinheit im Auge behalten und aufpassen, dass sich dort nichts verhakt und die Bowdenzüge nicht überbeansprucht (zu weit gebogen) werden. Es ist schon eine Fummelei, aber es geht, das ist das Wichtigste, was ich hier zum Ausdruck bringen möchte.

Die Zeit, die der Einbau mit vorher montiertem Bedienteil länger dauert, schätze ich als erheblich kürzer ein, als die Zeit, die es dauert, das Bedienteil später im Wagen richtig anzuschließen. Ihr müsst Euch die jeweiligen Kommandos zurufen, denn der eine sieht nicht, was der andere sieht, was aber wichtig ist. Ziel ist es, dass die Enden des Heizkühlers bzw. des Heizventils deckungsgleich mit den Öffnungen in der Spritzwand gebracht werden. Achtung, unbedingt vorher die alten, vermutlich sehr harten Dichtungen dort entfernen!

Irgendwann kommt dann der Moment, wo der Kasten deutlich (in Fahrtrichtung) nach vorne rutscht, weil die beiden Rohre in den Motorraum ragen. In diesem Moment lässt sich dann recht gut das vorher etwas nach vorne gehaltene Bedienteil in die richtige Position stecken! Ab diesem Moment ist man dann übern Berg.

Damit nun die wirklich richtige Endposition des Heizgebläsekastens gefunden wird, müssen zunächst die beiden flachen Lüftungskanäle für den Fondfußraum unter den Kasten geschoben werden, sodass sich an diese Teile die weiteren flachen Lüftungskanäle positionsgerecht aufstecken lassen. Die flachen Lüftungskanäle (an jeder Seite 2 Stück) werden dann mit Blechschrauben am Tunnel und im Fußraum
befestigt. Zwischen den oberen Lüftungskanälen und der Unterseite des Heizgebläsekastens sollten unbedingt neue Schaumstoffdichtungen (kommen auch von Bernd) geklebt werden, denn da kommt man auch so leicht nicht mehr ran.

Als Nächstes müssen die beiden neuen, weichen Gummidichtungen zwischen den Heizungsrohren, die vom Heizgebläsekasten in den Motorraum ragen und der Spritzwand eingesetzt werden. Das ist in Fahrtrichtung links mit etwas mehr Fummelei verbunden, weil man nicht wirklich gut ran kommt. Am besten schön mit Vaseline oder ähnlichem einreiben und dann sehr vorsichtig mit einem stumpfen Schraubenzieher versuchen, die Teile in Position zu bringen. Das hat bei mir schon verhältnismäßig lange gedauert, aber es ist eine wichtige Sache, damit alles schön abgedichtet ist.

Erst jetzt im Innenraum die beiden Schrauben eindrehen, mit denen der Heizgebläsekasten von innen an die Spritzwand festgeschraubt ist. Jetzt kann die Montage der drei Luftdüsen (links, rechts und Mitte) erfolgen. Die linke fummelt man durch die Öffnung des Kombiinstrumentes und die rechte durch die Öffnung des Handschuhfaches. Bei der linken gleichzeitig an die Durchführung der Tachowelle denken. Der Weg der mittleren Luftdüse ergibt sich selbsterklärend. Wenn alle drei Luftdüsen durch etwas hin und her einigermaßen in Position sind, können die beiden äußeren Luftdüsen über die Öffnungen des Heizgebläsekasten gestülpt werden. Dann können die 3 Luftdüsen mit einander verbunden werden. Wenn das alles geschafft ist, werden die äußeren Luftdüsen mit Spezialklammern von der Oberseite des Armaturenbretts (aber eben unterhalb der Abdeckung, die später eingebaut wird) fest verschraubt. Dadurch bekommt das Ganze eine konstruktive Stabilität.

Alle Lüftungskanäle und Luftdüsen und Schlauchverbindungen hatte ich vorher mit warmen Wasser gründlich gereinigt, was sich empfiehlt. Es ist keine große Arbeit, aber hinterher ist alles wieder ordentlich sauber und vermittelt ein gutes Gefühl. Ein abschließender elektrischer Test des Gebläsemotors und der Beleuchtung des Bedienteils über die dafür vorgesehenen elektrischen Leitungen im Fahrzeug rundet das gute Gefühl ab.

Bis hierhin bin ich jetzt gekommen. Aktuell arbeite ich das Holz auf und kümmere mich um die Neulackierung der Lenksäule etc. Fortsetzung folgt. Wie gewünscht findet Ihr nachfolgend diverse Fotos von der bisherigen Aktion

Ich hoffe, dass es hilfreich ist...

Viele Grüße Wilhelm

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12 Jan 2020 18:54 #12937 von Wilhelm
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12 Jan 2020 19:06 #12940 von Wilhelm
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12 Jan 2020 19:08 #12941 von Wilhelm
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13 Jan 2020 20:55 #12942 von Volker
Hallo Wilhelm,

danke für den schönen Bericht !

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13 Jan 2020 22:19 #12944 von Wilhelm
Hallo Volker,

sehr gerne, ich freue mich, wenn ich hier einmal etwas zurückgeben kann. Fortsetzung folgt. Im Moment arbeite ich das Holz auf. Baue ich in die Fortsetzung mit ein. Wäre einfach falsch, das jetzt unbearbeitet
in dem nicht mehr so tollen Zustand wieder einfach nur einzubauen.

Viele Grüße

Wilhelm

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