× Die Bosch D-Jetronic war 1967 die erste Großserien elektronische Einspritzung der Welt. - Bosch's D-Jetronic was the first mass-production electronic fuel injection.

Idee zum Bau eines D-Jetronic-Testers

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27 Dez 2016 17:01 - 28 Dez 2016 01:26 #6453 von nordfisch
Idee zum Bau eines D-Jetronic-Testers wurde erstellt von nordfisch
Ich habe da so etwas, das ich als ideale Basis ansehe.

Dies ist ein Tester für L, LE, LH, LU - Jetronic sowie ABS- und Zündsysteme, den die Fiat-Werkstätten vor 30 Jahren für gut 3000 DM kaufen mussten.
Offenbar gibt es heute noch davon genug und wenig Nachfrage, ich besitze jedenfalls einen, und es sind immer wieder welche für wenig Geld auf dem Markt.

Soso, diesen Tester schlachten? Jawohl, denn der gibt einen wirklich schönen D-Jetronic Tester ab, meine ich.
Man braucht eigentlich nur noch ein Exemplar meiner Prüfleiste zum Anschluss an den D-Jet-Kabelbaum statt des originalen Steckers zu montieren:

Ca. ein Drittel der Kabel braucht man nicht...

Und so soll es dann funktionieren:
- Über die beiden Kodierschalter auf der Frontblende links unten lassen sich Ein- und Ausgangskontakt ( POINT A / POINT B ) der Kontaktleiste passend zum jeweiligen Prüfvorgang auswählen (z.B. '01' und '13' zur Messung des Lufttemperatursensors).
Allein dafür sind 70 (!) kleine Lastrelais auf 2 Ebenen (für jedes Kabel eben 2, je 1 für Ein- und Ausgang) vorhanden:

Die Betriebsart des Messinstruments (hier: 10 kOhm) wird oben rechts eingestellt.
Durch Einschalten des Schalters 'START' werden Ein- und Ausgang gekoppelt und die Messung wird durchgeführt.

Ebenfalls nutzen würde ich den integrierten Pulsgenerator (automatisch begrenzt auf 7 Sekunden) - nicht nur zum testweisen Antakten der E-Ventile, sondern auch zum Antakten der Primärwicklung des SDF.
Dafür würde ich dann ein kleines zusätzliches AC-Voltmeter oberhalb des vorhandenen einbauen und dies fest mit den Klemmen 8 und 10 verdrahten (das originale Instrument lässt sich ja nicht verwenden, und diese Anschlüsse sind ja bei allen D-Jetronic-Varianten gleich, kein Problem also).
Da kann man dann sowohl Primär- als auch Sekundärkreis des SDF gemeinsam prüfen - hat aber auch sogar eine Messbrücke, mittels der man die Ausgangsspannung des SDF beim Anlegen verschieden hoher Unterdrücke vergleichen bzw. notieren kann.

Was meint ihr zu meinem Projekt? Habt ihr weitere Ideen, Fragen, Anmerkungen?

Ich habe ja verschiedene D-Jet-Tester, aber der Bau 'von was Eigenem' reizt mich schon.

Gruß
Norbert

Anhang: Das gesamte Innenleben. Schön übersichtlich und strukturiert.

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Letzte Änderung: 28 Dez 2016 01:26 von nordfisch. Begründung: Korrektur Neupreis

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28 Dez 2016 11:38 - 28 Dez 2016 11:54 #6458 von Volker
Hallo Norbert,

ich wollte erst mal abwarten, wie die anderen es sehen. Aber da kam leider nichts... Ich stehe dem Fiat Teil eher skeptisch gegenüber :blush:

Vielleicht, weil ich so viele Tester mein eigen nenne: Für mich sieht das Teil auch nur wie ein Multimeter mit eingebautem Frequenzgenerator aus. Statt einer Breakout-Box, an der ich mein Multimeter mit 2 Kabeln anstöpsele, muss ich hier die richtigen Schalter links und rechts setzen. Den Anhang B mit der Pinbelegung braucht man also auf jeden Fall dazu.

Vom Wert eines 7 Sekunden agierenden Frequenzgenerators zur Messung eines Saugrohrdruckfühlers bin ich nicht überzeugt. Es wird wohl reichen, um eine Verstellung unter Unterdruck zu erkennen. Aber als Prüfung, ob der in Referenzen ist, reicht diese Methode meines Erachtens nicht aus. Aber da habe ich vielleicht zu hohe Ansprüche. Als Frequenzgenerator könnte man auch einen einfachen ab 20€ in Ebay einsetzen und an die Breakoutbox anstöpseln.

Das Wertvollste an der ganzen Sache ist meines Erachtens Deine Prüfleiste. Setze da eine Breakout Box dran und Du hast den gleichen Spaß damit. Der könntest Du je nach Auto eine andere Maske auflegen, die die Messung der einzelnen Komponenten farblich kennzeichnet.

Oder habe ich das Teil falsch verstanden? Wahrscheinlich sehe ich das alles nur viel zu nüchtern und kann mich nur nicht an den Wählschaltern erfreuen.

Viele Schraubergrüße - best regards, Dr-DJet Volker
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Letzte Änderung: 28 Dez 2016 11:54 von Volker.

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28 Dez 2016 15:51 #6459 von nordfisch
nordfisch antwortete auf Idee zum Bau eines D-Jetronic-Testers
Volker,
im Prinzip hast Du recht...
Ich habe heute weiter an dem Teil geforscht und gebastelt.
Es ist genau wie ich schon beschrieben habe: Ein- und Ausgang werden über die Kodierschalter gewählt und der Messvorgang gestartet (oder mit den Impulsen beaufschlagt).

Ich habe tatsächlich nicht das Ziel, hier einen wirklich 'mächtigen' Tester neu zu bauen. Aber das, was der EFAW 228 leistet wird er auch können, sogar etwas mehr - wie der Kent-Moore-112D eben.

Interessant wird die Sache aus mehren Gründen:
1. Der 'Analyzer PR 01' ist teilweise extrem günstig zu bekommen. Es scheint da keinen Bedarf von Fiat / Lancia-Schraubern zu geben. Das Gerät enthält bereits ein sehr solides Gehäuse, ein hochwertiges Multimeter etc.
2. Der Umbauaufwand ist ziemlich gering - geringer als der Selbstbau einer Breakout-Box (ich habe ja bereits eine sehr schöne...) und man erhält ein Gerät, das ohne zusätzliche externe Komponenten funktionsfähig ist.
3. Es ist richtig, dass man zur Anwendung auch die fahrzeugspezifischen Referenzdaten braucht - aber die gibt es ja schon, die Messpläne habe ich doch überwiegend schon vor über 2 Jahren erstellt, den Rest später zugefügt: oldtimer.tips/de/forum2/jetronic/19-mess...ents-by-car-model#68

Heute habe ich schon mal die Kabelfarben notiert, den originalen Kabelbaumstecker entsorgt und mache gleich weiter.
Natürlich notiere und dokumentiere ich die einzelnen Modifikationen.
Wer das nachbaut, wird noch weniger Arbeit haben als ich...

Jetzt grübele ich gerade darüber, ob ich die überflüssigen 12 Kabel aus dem Baum herausziehe oder liegen lasse. Das sind solide Kabel, der Baum ist ganz schön dick...

Gruß
Norbert

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28 Dez 2016 19:08 #6464 von FoxBravo
FoxBravo antwortete auf Idee zum Bau eines D-Jetronic-Testers
Hallo Norbert und Volker,

angeregt durch Norbert´s Beitrag habe ich mal wieder meine Diplomarbeit herausgesucht.
In 2005 habe ich meine Diplomarbeit bei AMG in Affalterbach mit dem schönen Titel "Ermittlung stationärer Kenngrößen von Kraftstoffsystemen" geschrieben. Es ging, vereinfacht gesagt, darum, dass bei dem damals aktuellen Motor (M156) die geregelte Kraftstoffpumpe genügend Kraftstoff fördert. Ich habe damals ein Kennfeld mit Daten erstellt, welches 1:1 in die Serie übernommen wurde.
Jedenfalls ging es einstens auch darum, Einspritzventile anzusteuern. Damals war etwas in der Art hier für derartige Untersuchungen gebräuchlich: die so genannte ESX-Box .
So eine ESX-Box habe ich mit Matlab/Simulink programmiert: über zwei analoge Spannungen werden Drehzahl und Last vorgegeben, die Kiste rechnet ein wenig herum und gibt dann (bis zu zwölf) PWM-Signale aus, mit denen dann die Einspritzventile direkt (!) angesteuert wurden. Auf einem Prüfstand habe ich dann viele Versuchsreihen abgefahren, um die benötigten Werte für das Kennfeld zu erhalten.

Vielleicht wäre so eine frei programmierbare Steuerung auch eine interessante Variante für einen "Eierlegenden-Wollmilchsau-Prüfstand", der alles kann?

Ich starte mittlerweile mal eine Panna-Cotta-Versuchsreihe...


Beste Grüße

Markus

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28 Dez 2016 22:50 #6466 von nordfisch
nordfisch antwortete auf Idee zum Bau eines D-Jetronic-Testers
Hallo Markus,
Panna-Cotta kann man doch fertig kaufen, und Du verschleuderst deinen Forscherdrang an sowas und setzt deine Kompetenzen nicht für was Nützliches ein...:Bang:

Deinem Link bin ich mal gefolgt... ich bin ja nur ein Bastler, habe aber schon deine Idee verstanden: Mit dieser sicher spottbilligen Kiste und ein paar Zusatzmodulen könnte man wohl wirklich einen 'D-Jetronic-Totalanalysator' bauen, sozusagen das ultimative Tool zur Glückseligkeit mit der D-Jetronic, das Ende aller seitenlangen Fehlerdiagnosethreads...

An mehr würde ich dabei gar nicht denken wollen. 'Kennfeldoptimierung' wäre zwar sicher nett, aber wir sind ja zufrieden, wenn unsere Autos ordentlich laufen, so wie das System mal gedacht war.
Wer mehr will, landet dann doch schnell bei anderen Lösungen.

Letztendlich wäre es schon gut, so ein Diagnosegerät zu haben, das dem die D-Jetronic Verfluchenden einfach sagt: Die D-Jetronic arbeitet prima - such woanders weiter, z.B. bei deinem vergrätzten Unterbrecherkontakt oder der ausgeleierten Steuerkette.


So, mein Tester ist schon auf D-Jetronic umgestrickt. Die blöden L-Jetronic-Stecker sind einem soliden D-Jetronic-Kabelbaumstecker gewichen.
Morgen werde ich dann ein 'D-Jetronic-Auto in der Kiste' bauen, d.h. meinen Reservekabelbaum mit allem aufrüsten, was da so normalerweise dranhängt.

Dann geht's los.

ich weiß bloß noch nicht, ob ich die (12 V) Stromversorgung für den Tester vom Kabelbaum abnehme oder über ein Kabel einspeise, wie es eigentlich gedacht war.
Beides hat Vor- und Nachteile...



Gruß
Norbert

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28 Dez 2016 23:54 #6467 von Volker

nordfisch schrieb: Hallo Markus,
Panna-Cotta kann man doch fertig kaufen
Gruß
Norbert

Hallo Norbert,

NEEIIIIINNNNNN, so sehr ich die D_Jetronic schätze, aber ein gutes Panna Cotta oder Tiramisu kann man auch NICHT fertig kaufen. Es muss der richtige Vanilleggeschmack drin sein und die richtige Menge Gelatine. Weder darf es kaugummiartig sein noch darf es beim Stürzen aus der Form zerfließen. So cremig und weich wie möglich und trotzdem standfest! Dazu eine leckere Himbeer- oder Erdbeersauce aus frischen Früchten.

Aber zurück zur D-Jetronic: Der Wettbewerb des besten D-Jetronic Testers sei hiermit eröffnet :FIGHT: ! Beim nächsten Workshop mache ich die Jury :lol:

Viele Schraubergrüße - best regards, Dr-DJet Volker
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29 Dez 2016 12:33 #6470 von FoxBravo
FoxBravo antwortete auf Idee zum Bau eines D-Jetronic-Testers
Hallo Norbert und Volker,


ich wollte Euch ja nur eine Anregung geben mit dieser ESX-Box ;)
Den von Volker ausgerufenen Wettbewerb (Hauptpreis: ein Pott Panna Cotta?) werde ich nicht mit einer Teilnahme meinerseits bereichern, denn so ein (zugegebenermaßen interessantes) Projekt kriege ich nicht auch noch auf die Reihe. Ich bin schon froh, dass ich dieser Tage ein wenig an meinem Getriebe-Artikel arbeiten konnte.

Aber Norbert denkt schon in die richtige Richtung, denn mit so einem Kistchen könnte man natürlich auch ein Steuergerät nachbauen. Und da es auch analoge Eingangssignale verarbeiten kann, wäre eine Lambda-Regelung denkbar... Oder man könnte originale Steuergeräte prüfen, in dem man diesen Eingangsgrößen vorgibt und schaut, was dann herauskommt...
Allerdings fürchte ich auch, dass man erst einmal einen ordentlichen Batzen Kleingeld investieren muss, um sich so eine Box in das Labor stellen zu können :(

Mein erster Versuch mit der gekochten Sahne ist übrigens gut gelaufen. Dann kann ich für Sylvester mal kreativ werden - ich habe mir vorher ein paar "Gußformen" und "Kerne" besorgt B)
Mit meiner bescheidenen Lebenserfahrung kann ich sagen, dass man die Dame des Herzens mit einem selbst gekochten Nachtisch viel mehr beeindrucken kann als wie mit irgendeinem Meßequipment für die D-Jetronic...


Beste Grüße

Markus

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29 Dez 2016 15:53 #6472 von fred914
fred914 antwortete auf Idee zum Bau eines D-Jetronic-Testers
Hallo Norbert,

ich bin sehr an diesem Artikel interessiert, weil ich auch zur Zeit versuche, an einem selbstgebauten Motorkabelbaum außerhalb des Fahrzeuges die verschiedenen D-Jetronic Komponenten zu prüfen. Ich muß noch dazu sagen, daß das Steuergerät nicht geprüft werden sollte.
Es würde mich daher interessieren, welche Vor- und Nachteile bestehen, wenn die Spannungsversorgung mit einem Netzteil über die Klemmen 16,18 und 24 angelegt wird.
Eine weitere Frage wäre noch, ob ich Klemme 11 und auch die restlichen Masseverbindungen einfach z.B. am Heizkörper anschließen kann.
Oder gibt es eine bessere Lösung?

Meine Zielvorstellung wäre es, wenn ich später mal mit Hilfe eines Raspberry(Einplatinencomputer) nach Einschalten der Zündung die Prüfwerte der D-Jetronic Komponenten gemessen und durch Vergleich der hinterlegten Werte ein Okay bekomme.

LG
Fred

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29 Dez 2016 20:54 #6475 von nordfisch
nordfisch antwortete auf Idee zum Bau eines D-Jetronic-Testers
Hallo Fred,
die Komponenten kannst Du doch ohne Kabelbaum direkt an den Anschlüssen testen... mehr Sinn macht allerdings, sie im Fahrzeug am Kabelbaum zu prüfen.
Denn schlechte Verbindungen zum / im Kabelbaum sind ein sehr häufiges Problem.

Wenn Du das schon alles 'im Verbund' testen willst (was für mich keinen Sinn macht) ist es egal, wo du die Masse her holst.
Bosch hat das bei den Autos zwar ziemlich konsequent so gelöst, dass jedes Teil eine direkte Masseverbindung hat - der Grund ist aber hauptsächlich der, dass man das gesamte System von der Motormasse abkoppeln wollte, um die Komponenten vor Fehlerströmen zu schützen.

Ich würde ja die Konstruktion mit dem 'Heizkörper' gern mal sehen, von der Du schreibst...

Deine Idee mit dem Mini-PC ist so neu nicht... bisher hat das aber wohl noch Keiner realisiert.

Klar hätte Mancher gern sowas - aber Ideen um die D-Jetronic machen heute keinen mehr reich... viel Arbeit, da kann ich mir locker mehrere Kabelbäume in der Zeit selber bauen, mein D-Jet-System pflegen und checken - dann ist es auch zuverlässig. Und ich baue mir keine mögliche zusätzliche Fehlerquelle ein.

Viele Grüße und Frohes Schaffen
Norbert

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29 Dez 2016 21:35 #6476 von nordfisch
nordfisch antwortete auf Idee zum Bau eines D-Jetronic-Testers
So, heute ging es weiter mit dem Tester.

Ich habe einen Kabelbaum voll bestückt mit allen D-Jet-Komponenten (mit Ausnahme der Kaltstarteinrichtung).
Dann habe ich die Sache bestromt und erste Tests vorgenommen.

Erstes Ergebnis: 4 der 6 installierten Einspritzdüsen sind fest. Da bewegt sich nichts meh, da klackt nichts... hat mich ganz schön irritiert, dass der 'Pulstest' so gar nicht funktionieren wollte.
Dachte schon, ich hätte da was falsch angedacht... nun ja, es klappt.

Aber das hat mich etwas zurückgeworfen. der elektrische Anschluss meiner 'D-Jetronic in der Kiste' ist mir auch noch zu hingemurkelt.
Wer zu faul ist, vernünftiges Material zu besorgen, baut dann eben noch ein zweites mal.

Bisher merke ich noch nichts von irgendwelchen Impulsen. Es macht scheinbar keinen Unterschied, auf wieviel Millisekunden ich den Generator einstelle. Leider habe ich mein Oszilloskop gerade nicht - das wird gerade neu abgeglichen. Hat Jemand einen Tipp, welchen Bereich ich wählen sollte?
Ich habe bisher auch noch keine Ahnung, was hierbei die Schalterstellungen LOW | HIGH | IGNITION und oben die Schalterstellung 'PULSE' bewirkt.

Jedenfalls funktioniert aber die 'Logik' des Testers bisher wie gedacht - 'Kanäle' (= SteuergerätekontaktleistenPin) auswählen und Spannung / Widerstand messen, aber eben auch ggf. bestromen und die Reaktion sehen.

Ich musste die Düsen eben bestromen, um zu merken, dass sie fest sitzen - die Widerstände sind alle in Ordnung.

Gruß
Norbert

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29 Dez 2016 22:21 #6478 von Volker
Hallo Norbert,

der Impulsgenerator wird nicht in der Lage sein, den notwendigen Strom für die Einspritzventile zu liefern. Dar ist wohl eher dafür gedacht, ein Einganssignal zu generieren. EV werden typischwerweise mit 2 bsi 10 ms und einem Tastverhältnis von ca. 5-25% getaktet.

Viele Schraubergrüße - best regards, Dr-DJet Volker
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29 Dez 2016 22:59 #6480 von nordfisch
nordfisch antwortete auf Idee zum Bau eines D-Jetronic-Testers
Hallo Volker,
laut dem, was ich an minimaler Doku für den Tester habe ist genau das möglich, die Ventile zu takten. Dieser Test ist sogar beschrieben.

Nun haben frühe L-Jet-Fahrzeuge vor den Einspritzdüsen Vorwiderstände montiert, die habe ich (noch?) nicht.

Es gibt auch L-Jetronic-Düsen mit den gleichen elektrischen Daten wie die D-Jet-Düsen.
Daher gibt es Düsen mit der späteren Kontaktausgestaltung 'EV1', die mir von den Daten her als brauchbarer Ersatz zu 'gelb' und 'blau' erscheinen. Leider habe ich bisher absolut nichts zu 'grün' gefunden.

Vielen Dank für Deine Angaben - aber was sind '2 bsi' ?

Gruß
Norbert

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29 Dez 2016 23:10 #6483 von Volker
Hallo Norbert,

"bsi" hätte "bis" heißen sollen...

Obelix und ich haben heute noch ein wenig an einem MB D-Jetronic Tester gespielt. Der kann die D-Jetronic Einspritzventile ohne Probleme treiben. Ein L-Jetronic Ventil dagegen ging nicht. Und das hat bei 3V direkt an den Pins geklickt.

Wir verstehen beide noch nicht, warum. Vielleicht können wir das in diesem Zusammenhang klären. Die D-Jetronic EV ziehen jedenfalls gewaltigen Strom. Neben dem rein aus dem Ohmschen Widerstand sich errechnenden Strom ist auch noch ein massiver Ein- und Ausschaltstrom aus der Spule der EV da. Im Steuergerät entstehen da so 30V und die werden schon durch Kondensatoren gedämpft. Zum Betrieb von 8 EV brauche ich jedenfalls ein 10A Netzteil, das ist recht viel und teuer.

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29 Dez 2016 23:12 #6484 von Volker
Und bist Du sicher, dass man nicht ein L-Jetronic Steuergerät braucht, um die EV laufen zu lassen? So mache ich das oft auch.

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29 Dez 2016 23:28 #6485 von Volker
Norbert,

ich bin fast sicher, dass der Tester nicht selbst EV treiben kann. Denn ich habe auf Deinen Fotos keine Leistungstransistoren auf Kühlkörpern gesehen, die die treiben könnten.

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30 Dez 2016 11:25 #6486 von nordfisch
nordfisch antwortete auf Idee zum Bau eines D-Jetronic-Testers
Hallo Volker,
Du hast wohl recht.
ich habe keine Treiber gefunden, die wohl zum getakteten Betrieb der Düsen nötig wären.
Jedenfalls werden die Düsen nach Drücken der Taste 'Start' des Impulsgenerators für 7 Sekunden bestromt. Das haben sie überstanden.
Wozu nun der Pulse Generator dient - keine Ahnung. Aus der kümmerlichen und schlecht übersetzten Anleitung, die es hier: www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&s...059868,d.ZWM&cad=rja auch zum Download gibt, werde ich nicht schlau.

.....
Der Effekt mit den L-Jetronic-Einspritzdüsen bei Obelix lönnte daher kommen, dass es eben verschiedene Typen der L-Jet-Düsen gibt. Beide Typen wurden bei den verschiedenen Entwicklungen der L-Jetronic verbaut - teilweise mit, teilweise ohne Widerstand.
Stan Weiss schreibt: "Electronic fuel injectors come in two types Low (1-5 ohms) and High (12-16 ohms) Resistance (Impedance)."

Gruß
Norbert

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30 Dez 2016 14:42 #6487 von Volker
Hallo Norbert,

die Wicklung des L-Jetronic EV war eine niederohmige, das habe ich gemessen. Mit 3V am Netzteil ließ es sich auch hörbar schalten. Am D-Jetronic Steuergerät aber kam nichts.

Ich habe die verlinkte Anleitung studiert. Die ist eigentlich nur in einem Punkt missverständlich: Bei den Signalen wird von Amplituden gesprochen, wo Sie Einschaltdauern meinen. Der Takt ist 1 Hz und man kann jetzt ein Tastverhältnis von 2 bis 200 ms zu 1s einstellen. Davon, dass man damit EV ansteuern kann, habe ich nichts gelesen. Ansonsten braucht man wohl mal wieder einen dicken Ordner mit Prüfblättern. Das meiste in dem anhängenden Dokument beschreibt den ABS Test.

Viele Schraubergrüße - best regards, Dr-DJet Volker
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30 Dez 2016 21:09 #6488 von nordfisch
nordfisch antwortete auf Idee zum Bau eines D-Jetronic-Testers
Hallo Volker,
das mit den L-Jet-Düsen ist sehr merkwürdig...

Bei dem 'Handbuch ist mir das Gleiche aufgefallen wie Dir. Das mit den Einspritzdüsen steht auf einem extra Blatt, das aus so einem Prüfordner stammen muss. Aber der Ordner enthält insgesamt nur eine geringe Anzahl an Fiat/Lancia-Fahrzeugen, für die neueren Varianten LE und LH ist nochmal teures Zusatzequipment nötig.
Wahrscheinlich MUSSTEN die Werkstätten diesen Tester kaufen.
Wegen der schlechten Dokumentation ist der natürlich kaum bei anderen Fahrzeugen einsetzbar bzw. wer das kann / konnte braucht diesen Tester sicher gar nicht.

....
Immerhin habe ich heute den Pulsgenerator zum hörbaren 'Tickern' bringen können. das war eine komische Einstellung - ich meine, ohne Last. Ich muss weiter forschen.

Heute bin ich erstmal gegen die Wand gerannt, als ich versucht habe, den Tester von der Kontaktleiste aus intern mit Betriebsspannung zu versorgen.
Es trat das Phänomen auf, dass die Messwerte der Düsenwiderstände plötzlich verdoppelt waren und mit negativem Vorzeichen angezeigt wurden. Merkwürdig, merkwürdig - bei den Temperatursensoren trat das nicht auf.
Die Kiste hat einige Schutzschaltungen gegen Fehlbedienung - vielleicht tritt das nur bei sehr geringen Widerständen auf.
Egal - jetzt wird die Kiste eben wie gedacht über Zigarrenanzünder/ (Batterie bestromt.

Gruß und Dank
Norbert

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01 Jan 2017 13:37 #6494 von flofler
flofler antwortete auf Idee zum Bau eines D-Jetronic-Testers
Hallo zusammen,

die Diskussion ist sehr inspierierend. Ich hatte an andere Stelle ja auch bereits über mein Vorhaben geschrieben, Messfühler im laufenden Betrieb auszulesen.

Was ist seitdem passiert:

Grundkurs Löten am Beispiel einer Widerstandsdekade durchgeführt
Standard Crimpkontakte TE Micro Timer II erfolgreich aufgecrimpt
Software zur Signalerfassung und Interpretation geschrieben
Software in the Loop "Prüfstand" aufgebaut

ToDos:

Konstruktion für Buchsengehäuse aus 3D Druck für Micro Timer II Kontakte
Messschaltung für belastungsfreie Messung entwerfen und prototypisch umsetzen
Hardware in the Loop "Prüfstand" mit realem Steuergerät und Messfühlern aufbauen

1. Fahrzeug-Inbetriebnahme ...

Viele Grüße
Florian

Hier noch ein paar Impressionen

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--
W114 280 CE, BJ 1972, Lackierung weiß (050), Leder Bambus (267), Fotos

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01 Jan 2017 22:27 #6498 von nordfisch
nordfisch antwortete auf Idee zum Bau eines D-Jetronic-Testers
Hallo Florian,
ich bin sehr gespannt, wie es bei Dir weitergeht...

Ich kämpfe einstweilen weitermit dem Fiat-Lancia PR 01 - eigentlich finde bzw. löse ich aber mehr andere Probleme um meinen Prüfaufbau, da wären:
- meine Prüfkabel, Markenware (Büschelstecker) haben teilweise einen Widerstand. Der ist klein auf dem Stecker aufgespritzt - habe ich nie gesehen vorher, hat mich irre gemacht.
- die Einspritzdüsen verändern erheblich ihren Widerstand, wenn sie heiß werden. Das passiert nach mehrmaliger Antaktung. Hat mich auch irre gemacht.
- der Drosselklappenschalter, den ich montiert hatte, sah von innen aus wie neu - es war aber der, den ich um diesen Fehler reproduzieren zu können defekt weggepackt hatte - ohne ihn zu kennzeichnen. Da sucht man Fehler am Tester, in der Prüfschaltung... hat mich irre gemacht.
.- das 'Anpulsen' der Primärwicklung des SDF funktioniert. Aber die in die Sekundärwicklung induzierte Spannung lässt sich - auch weil gepulst - mit einem digitalen Voltmeter eigentlich nicht darstellen, weil es zu träge reagiert. Mit einem analogen Zeigerinstrument geht das schon besser. Ich muss das noch mal mit einer ganz normalen Wechselspannung ausprobieren.

Gruß
Norbert

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