× Die Bosch D-Jetronic war 1967 die erste Großserien elektronische Einspritzung der Welt. - Bosch's D-Jetronic was the first mass-production electronic fuel injection.

Einspritzventile reinigen

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13 Aug 2018 22:36 #10049 von nordfisch
Einspritzventile reinigen wurde erstellt von nordfisch
Hallo Recardo, Hallo Ralf,
der D-Jet-Düsenprüfer 'D-Jet-Pulser' macht schon Sinn. Das Abspritzverhalten kann nämlich bei verschiedenen Impulslängen grundverschieden sein - das ist auch einer der Gründe, weshalb die meist aus den USA angebotenen Düsen-Ersatztypen mit allergrößter Vorsicht zu genießen sind.

Ein ASNU-Profi hat mir mal geschrieben, was für Riesenprobleme beim Einsatz dieser scheinkompatiblen Düsen auftreten können.

Auch zum Reinigen der Düsen kann man so einen Pulser sehr gut gebrauchen.

Ich würde mir deshalb auch unbedingt so ein Teil bauen - wenn ich nicht sowas schon hätte.

Ab ca. 20.-Euro - je nach Anbieter und Dollarkurs - gibt es einen 'Fuel Injector Tester EM276' als Fertiggerät zu kaufen.
Ein Vorwiderstand in Reihe zugefügt - und das Teil treibt unsere D-Jetronic-Düsen wunderbar.
Informationen / Videos dazu gibt es reichlich im WWW.

Gruß
Norbert

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13 Aug 2018 23:52 #10050 von rema350SL-H
rema350SL-H antwortete auf Einspritzventile reinigen
Hallo Norbert, hallo Ralf,

das hört sich ja interessant an und damit würde ich meine Einspritzventile schon gern testen. Ich bin für Neues immer offen.

Ich hatte auch schon gehört, dass man die schon etwas verschmutzten Ventile durch den Rückwärtsbetrieb so auch reinigen kann?

Also Ralf, damit hast Du unser Interesse geweckt. :YES:

Viele Grüße,
Recardo

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14 Aug 2018 00:05 #10051 von Volker
Volker antwortete auf Einspritzventile reinigen
Hallo,

das ist kein Rückwärtsbetrieb sondern ein normaler gepulster Betrieb. Also Einspritzventile werden unter Druck betrieben und dabein ins Ultraschallbad gehängt und danach mit graduierten Messgläsern vermessen. Da habe ich schon vor Jahren hier berichtet. Ich habe damals ein Steuergerät als Treiber genommen. Es war mir nur sehr viel Gestank und Schweinerei, das durchzuführen. Man sollte Frequenz und Tastverhältnis variieren und kann dann die Einspritzventile in graduierte Messgläser spritzen lassen. Abweichungen von mehr als 10% habe ich so einfach auf Werte um die 2-3% gebracht.

Wichtig ist, nicht nur bei einer Frequenz/Tasteverhältnis zu messen, damit man auch den dynamischen Effekt der EV erfasst. Denn da trennt sich die Spreu vom Weizen. ASNU ist nichts anderes.

Viele Schraubergrüße - best regards, Dr-DJet Volker

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14 Aug 2018 00:10 #10052 von Volker
Volker antwortete auf Einspritzventile reinigen
Hallo,

hier noch ein Bild der Aktion:


Viele Schraubergrüße - best regards, Dr-DJet Volker

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14 Aug 2018 13:26 #10057 von rf250ce
rf250ce antwortete auf Einspritzventile reinigen
Hallo Volker,

danke für das Anlegen eines neuen Threads. leider fehlt der einleitende Part, den ich hiermit nachreiche:

Die Einspritzventile unserer D-Jetronic sind ja auch ein nicht zu unterschätzendes Bauteil. Für einen schönen Motorlauf sollten sie möglichst gleiche Spritmengen fördern. Um das zu überprüfen wird vorgeschlagen, die ganze Ventilgruppe aus der Ansaugbrücke herauszunehmen, kleine Messbecher unter jedes Ventil zu stellen und dann den Motor drehen zu lassen. Diese Methode war mir nicht sonderlich sympathisch und daher habe ich mir ein alternatives Verfahren ausgedacht, bei dem die Ventile einzeln gemessen werden und jedes Ventil mit einem statischen und einem dynamischen Messwert charakterisiert werden kann. Stehen einem also eine größere Anzahl Ventile zur Verfügung, kann man schön selektieren und eine Gruppe möglichst gleicher Ventile zusammenstellen.
Das Ganze ist nicht sonderlich kompliziert. Ich habe dazu ein kleines Gerät entwickelt, das Bauteile für ein paar Euro enthält und von jedem Elektronik-Bastler einfach nachgebaut werden kann. Es erzeugt auf Knopfdruck eine definierte Impulsfolge für ein ausgebautes, aber am Benzinkreislauf angeschlossenes Einspritzventil. Man lässt das Ventil dabei in einen Meßbecher abspritzen und liest anschließend die geförderte Menge ab. So erhält man einen definierten Wert für die dynamische Förderleistung dieses Ventils. Zur Ermittlung der statischen Fördermenge schaltet man dann das Ventil einfach 30s oder eine Minute lang ein und liest dann die geförderte Menge im Messbecher ab. Hier gibt ja glücklicherweise von Bosch veröffentlichte Referenzwerte.
Mein kleines Gerät erzeugt eine Serie von wahlweise 1024 oder 2048 Einspritzimpulsen in einem plausiblem Puls-Pausen-Verhältnis; ich habe es D-Jet-Pulser getauft. Falls Interesse besteht, kann ich hier gerne den Schaltplan veröffentlichen.


Es geht hier also mehr um die Prüfung von Einspritzventilen und nicht um deren Reinigung (@Volker: vielleicht kannst Du den Thread ja noch umbenennen).

hier noch ein Infos/Bilder zu meinem Pulser:

Recardo wollte die Vorteile wissen, die ich in einer Einzelprüfung der Ventile sehe:

Ich hatte mal versucht, die ganze Einspritzgruppe am Stück herauszunehmen. Das ist zumindest bei meinem Fahrzeug handwerklich sehr schwierig. Vor allem hatte ich Bedenken, dass ich beim gleichzeitigen Wiedereinstöpseln der 6 Ventile eines vorne beschädigen könnte. Weiterhin hatte ich mir vorgestellt, dass die 6 Messgläser nicht sehr stabil auf der Ansaugbrücke stehen, insbesondere wenn man den Motor drehen lässt - man sollte wahrscheinlich für diese Aktion auf jeden Fall zu zweit sein. Daher ist mir eine Einzelprüfung doch sympathischer.
Insbesondere wenn bei der Prüfung ein Ventil aus Reihe fällt und man es reinigen oder durch ein anderes ersetzen will, muss man dann eben nur diese eine prüfen und nicht immer wieder die Prozedur mit allen 6 Ventilen durchführen. Beim 8-Zylinder wären die Vorteile damit noch etwas größer.

Norbert hat darauf hingewiesen, dass es bereits solche Geräte wie meinen Pulser für kleines Geld zu kaufen gibt. Wer also keine Lust oder Möglichkeiten zum Selbstbau hat, kann sich auch anders helfen. Bei meinem Gerät finde ich gut, dass es eine große Anzahl von Impulsen am Stück erzeugen kann, wodurch mit einfachen Mitteln eine ordentliche Messgenauigkeit erreicht wird. Es können in der gezeigten Ausführung 1024 oder 2048 Impulse am Stück erzeugt werden. Da hat das Ventil schon mal eine Minute lang richtig zu tun und das kommt der Realität näher, als wenn nur eine kurze Impulsserie von wenigen sec. angelegt wird. Mit dieser Methode wurde bei meinen Ventilen je eine Menge von ca. 250ml abgespritzt. Als Messgefäß habe ich eine (schon lange nicht mehr benötigte) Baby-Milchflasche benutzt; diese fasst 300ml und hat eine Teilung von 10ml. Das war mir genau genug. Das Puls-Pausen-Verhältnis der Einspritzimpulse habe ich auf ca. 8,5:16,5 ms festgelegt, was einer Drehzahl von ca. 4800 U/min und ca. 80% Volllast entspricht.
Wer längere oder kürzere Impulsserien erzeugen will kann das (wie im Schaltplan ersichtlich) problemlos tun - maximal sind 8192 Impulse am Stück möglich.

Wenn zusätzlich während der Impulsserie das Puls-Pausenverhältnis reproduzierbar variiert werden soll, wird das ganze wesentlich komplizierter. Eine einfache Einstellung verschiedener I-P-Verhältnisse mit einem zusätzlichen Schalter wäre aber einfach realisierbar. Das ist grundsätzlich ein interessanter Ansatz, ich bin aber eher skeptisch, was den Nutzen anbetrifft.

Viele Grüße

Ralf

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14 Aug 2018 21:02 - 14 Aug 2018 21:05 #10060 von nordfisch
nordfisch antwortete auf Einspritzventile reinigen

rf250ce schrieb: ....
Bei meinem Gerät finde ich gut, dass es eine große Anzahl von Impulsen am Stück erzeugen kann, wodurch mit einfachen Mitteln eine ordentliche Messgenauigkeit erreicht wird. Es können in der gezeigten Ausführung 1024 oder 2048 Impulse am Stück erzeugt werden. Da hat das Ventil schon mal eine Minute lang richtig zu tun und das kommt der Realität näher, als wenn nur eine kurze Impulsserie von wenigen sec. angelegt wird.
...
Wenn zusätzlich während der Impulsserie das Puls-Pausenverhältnis reproduzierbar variiert werden soll, wird das ganze wesentlich komplizierter.

Hallo,
die käufliche Pulsbox hat 4 verschiedene Modi:
Mode 1: Es wird ein einzelner Impuls mit einer Dauer von ca. 250 msec generiert
Mode 2: Es werden 50 Impulse mit einer Dauer von ca. 7 msec generiert
Mode 3: Es werden 100 Impulse mit einer Dauer von ca. 3,5 ms generiert
Mode 4: Es werden zeitlich unbegrenzt kontinuierlich jeweils 50 Impulse mit Impulsbreite von 7ms pro 1450 ms ausgegeben

Mode 4 ist natürlich sehr gut für Dauerbetrieb bei der Reinigung geeignet. Allerdings kann man so immer nur eine Düse gleichzeitig treiben. Wir Hobbyisten haben ja Zeit...

Was fehlt (aber natürlich leicht zu ergänzen ist) ist der 'Vollstrahl', d.h. die nicht gepulste dauernde Vollöffnung des Ventils.
Wenn die Düse z.B. einen zugesetzten Filter hat, sieht man das in den gepulsten Modi wegen der geringeren Durchflussmenge oft nicht so gut.

Nicht erwähnt bisher wurde die Möglichkeit, die Einspritzmenge der eingebauten Ventile über den Druckabfall eines Manometers zu vergleichen.
Dieser Test ist z.B. auch bei dem Kent-Moore D-Jetronic-Tester mit beschrieben.



Ich sehe nicht die Notwendigkeit, diesen Thread in 'Einspritzdüsentest' umzuwidmen.
Für mich gehören Test und Reinigung untrennbar zusammen.

Mittlerweile habe ich wohl knapp 50 Einspritzventile geprüft bzw. gereinigt.
Die meisten davon (fast alles grüne Düsen) habe ich mal von einem KAD-Kollegen bekommen, der die in einem Teilekonvolut mit erstanden hatte.
Was fiel dabei auf?
- Ca. 40% der Düsen waren im oberen Bereich undicht, d.h. sind Kernschrott.
Dies betrifft nicht nur die Düsen mit früher (niedriger) Teilenummer, sondern wirklich alle. Es sind also nicht nur die Düsen mit niedriger Teilenummer, die potentielle Brandstifter sein können.

- Es gab massenhaft 'Lecker', 'Tropfer', 'Pisser', 'Klemmer'.
Kaum eine gebrauchte Düse war am Anfang der Reinigung ein 'Sprüher' wie es sein soll.

Von den verbleibenden, nicht am Ventilkopf undichten Düsen funktionieren auch nach tagelanger Reinigung am Taktstand unter Druck nicht alle einwandfrei.
Es gab auch Düsen, die erst nach einiger Betriebsdauer am Kopf undicht wurden.


Fehler sind: kein Durchfluss, Dauerdurchfluss, unzerstäubter scharfer Strahl, unsymmetrischer Strahl, ungleichmäßiger Strahl, zu geringe Durchflussmenge, Störungen bei der sehr kurzen Einspritzzeit von wenigen Millisekunden (Aussetzer), nachtropfen...


Es ist mir bisher nicht gelungen, eine Düse zerstörungsfrei zu zerlegen.

Die 'Rückwärtsreinigung' habe ich auch praktiziert. So, wie im Internet unter 'injector backwards cleaning' mittels Vergaserreiniger auffindbar und auch ganz normal, unter Druck gepulst rückwärts betrieben.
Einen Vorteil erkannte ich darin nicht - mit Ausnahme einer Düse, bei der der Filter wirklich voller Schmodder war.

Gruß
Norbert
Letzte Änderung: 14 Aug 2018 21:05 von nordfisch.

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14 Aug 2018 21:42 #10062 von rf250ce
rf250ce antwortete auf Einspritzventile reinigen
Hallo Norbert,

ja, diesen Tester mit den 4 Modi habe ich mir auch angeschaut. Ist für die knapp 30 € schon ein interessantes Teil.

Was aber halt fehlt, ist die Möglichkeit eine definierte längere Impulsserie zu erzeugen, so dass dabei auch eine erkleckliche Abspritzmenge herauskommt. Im Mode 2 oder 3 kommen pro Serie vielleicht 10-15ml heraus, das müsste man dann im Reagenzglas auffangen und höllisch aufpassen, dass kein Spritzer daneben geht. Natürlich kann man diese kurze Impulsserie mehrmals starten, darf sich dabei aber nicht verzählen. Ich finde es besser, wenn ein Ventil während der Messung mal wirklich eine längere Zeit auf Volllast läuft.

Leider habe ich insgesamt nur 2 Ventilsätze (à 6 Stck.) zur Verfügung und diese natürlich auch mit meinem Gerät geprüft. Undichtigkeiten oder Ausfälle hatte ich keine. Bei der statischen Messung gab es keine Auffälligkeiten, bei der dynamischen Messung aber eine erkennbare Streuung. Eine Reinigung in meinem (Billig)-Ultraschallreiniger hat kaum etwas gebracht.
Es würde mich interessieren, mit welchem Gerät und welchem Reinigungszusatz Du gearbeitet hast.

Wenn die von Dir geprüften Ventile größtenteils aus einer Quelle stammen, ist das Ergebnis möglicherweise nicht sonderlich repräsentativ. Vielleicht waren es ja schon aussortierte Teile oder sie wurden allesamt längere Zeit schlecht gelagert.

Könntest Du noch etwas zu der Messvariante über den Druckabfall (Kent-Moore-Tester) aussagen? Ist das auch eine dynamische Messung?

Viele Grüße

Ralf

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14 Aug 2018 23:07 #10063 von nordfisch
nordfisch antwortete auf Einspritzventile reinigen
Hallo Ralf,
ich habe für den Pulser zienlich genau 20.-€ bezahlt. Zzt. habe ich ihn ab 22,49€ gefunden...
Nun ja, man kann beim Messvergleich eben mehrmals auslösen oder aber im Dauerbetrieb Modus 4 mit Stoppuhr arbeiten.

Zu deiner Frage mit dem Kent-Moore-Tester möchte ich weiter ausholen...
Ich besaß zuerst den Ditron-Tester. Auf Brad Anders Seite fand ich ihn zusammen mit einem Handbuch abgebildet.
Ich schrieb Brad an - keine Reaktion. Dann kamen wir indirekt über eine US-914-Seite in Kontakt und ich konnte meine Bitte nochmals vorbringen.
Er suchte, fand und scannte die Anleitung und stellte sie online.

Ich stellte schnell fest, dass die Anleitung - obwohl sie nach Titel für den Ditron-Tester gedacht war, eigentlich nicht zu diesem passte. Im Text tauchte stattdessen auch der Begriff 'Janbo' auf.

Kurz: Die drei amerikanischen Tester Janbo - Ditron - und Kent-Moore stammen eigentlich aus der gleichen 'Schmiede'. Sie haben ähnlichen, aber nicht gleichen Funktionsumfang und alle das Defizit, dass sie europäische Fahrzeuge mit DKS-Volllastschalter teilweise nicht korrekt messen können. Außerdem fehlt ihnen jeder Anschluss zum Steuergerät.

Der Janbo und der Kent-Moore haben einen Pulsgenerator integriert, mit dem man die Einspritzventile regelbar takten, also den Motor ohne Steuergerät laufen lassen kann. Das ermöglicht auch die von mir erwähnte Testung.

- Einige Zeit später erwarb ich von Brad seinen Kent-Moore-Tester. In dem Thread zu diesem Testermodell findest du den Link zum englischen Handbuch mit der E-Ventil-Prüfung: Kent-Moore-Tester

Der erwähnte Test 4 findet sich auf S.21
Wer seine Brennräume nicht fluten möchte, muss den Test ja nicht machen...

Gruß
Norbert

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15 Aug 2018 13:19 #10065 von Volker
Volker antwortete auf Einspritzventile reinigen
Hallo Norbert,

der Unterschied zu ASNU ist sicherlich noch der, dass man dort immer alle 4, 6 oder 8 Einspritzventile gleichzeitig testet oder reinigt. Das ist von Vorteil, weil man dann keine Einflüsse durch Druckschwankungen hat. Schön am ASNU Tester ist auch, dass der hintergrundbeleuchtet ist. Man kann die EV in eine obere Position einhängen, in der eine Lampe den Sprühkegel schön hinterleuchtet. Da sieht man sehr gut, was Sache ist. Wenn das gut ist, werden alle EV mit einem Griiff auf die Messgläser gehängt und dann kann man da den Volumentest machen.

Interessanterweise testet niemand - auch nicht Bosch Kundendienste - die absolute Menge. Es werden immer alle EV gleichzeitig laufen lassen und dann die Abweichung protokolliert. Bei ASNU soll es so sein, dass Abweichungen über 10% nicht mehr toleriert werden. Das finde ich wiederum relativ viel. Irgendwo muss ich noch ein Bild von der Messe haben. Ich suche mal.

Viele Schraubergrüße - best regards, Dr-DJet Volker

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16 Aug 2018 22:14 #10094 von Der450SL
Der450SL antwortete auf Einspritzventile reinigen
Hallo Ralf hallo Volker hallo Norbert.
Ein sehr interessantes Thema Einspritzdüsen reinigen da hätte ich noch mal eine Frage an euch der Tester EM276 oder eher gesagt Impulsgeber wie viel Volt gibt der an die Einspritzdüse ab weil ja meine Einspritzdüsen nur 3 Volt vertragen und ich sehe die Bilder dass der Strom von einer 12 Volt Batterie genommen wird dann ist doch die Einspritzdüse kaputt.
LG klaus

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16 Aug 2018 22:46 #10095 von nordfisch
nordfisch antwortete auf Einspritzventile reinigen
Hallo Klaus,
ich habe oben schon geschrieben - aber gut, dass du nochmal fragst -, dass ich einen Vorwiderstand in Reihe vor die Düse geschaltet habe.
Für den wäre auch leicht Platz in dem Tester. Es gibt z.B. dort sogar ein Fach für eine Blockbatterie, in dem gar nichts drin ist.
Ich hatte gerade einen Widerstand mit 5 Ohm zur Hand, der passt ganz gut.
Ich habe es nicht gemessen oder berechnet, aber so 10 Watt sollte der schon haben.
Meiner hat 15 Watt und wird im Dauerbetrieb recht warm.

Dennoch - die Düsen vertragen kurzzeitig auch die vollen 12 Volt. Sie brennen nicht sofort durch, sondern werden nach einiger Zeit heiß.
Ich weiß das, weil ich das ausprobiert habe.
Ich habe eben so viele undichte Schrottdüsen.
Anzumerken bleibt, dass ich die Düsen dabei 'trocken' angeschlossen hatte, also ohne Kühlung durch Kraftstoff.
Aber auch im Normalbetrieb werden die Düsen schon deutlich warm.

Gruß
Norbert

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17 Aug 2018 08:05 #10097 von Volker
Volker antwortete auf Einspritzventile reinigen
Hallo Klaus,

wenn man nur ein EV anschließen will, dann hat das ca. 2,4 Ohm. Dazu gehört dann im Original ein 6Ohm 7W Widerstand auf Kühlkörper. Auch im EFAW 228 sind solche Widerstände verbaut. Da sind es wohl 10Ohm 2W, wenn ich das richtig sehe. Da kämen dann also nur so 2V an. Die Belastung ist dort aber kleiner, weil man ja nur mal kurz die Taste fürs Ventil drückt und weder Daueröffnung noch Dauerpulsen macht. Die Spannungsspitzen, die dabei auftreten, sind eh um ein Vielfaches höher. Da das EV mit der Spule eine hohe Induktivität darstellt, kommen da beim Schalten kurzfristig sehr viel höhere Spannungen raus. Am Steuergerät so bis zu 30V in der Spitze. Dort versucht man, die mit dicken Kondensatoren zu dämpfen.

Von längerer Daueröffnung auch mit 3V wird abgeraten, weil dabei auch die Spulen durchbrennen können. Auch den 12V Test von Norbert sollte man sicherheitshalber nicht machen. Denn auch dort treten die Spannungsspitzen auf, die die Isolation der Spule schädigen können.

Viele Schraubergrüße - best regards, Dr-DJet Volker

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29 Aug 2018 21:59 #10264 von nordfisch
nordfisch antwortete auf Einspritzventile reinigen
Weil das Thema hier passt...

Ich habe heute mal meine NOS-Einspritzventile inspiziert.

Dabei fiel mir auf, dass sie absolut nicht hermetisch verschlossen sind für die Lagerung.
Die untere Kappe hat ein kleines Loch, der Stöpsel im Schlauch 4 'Flügel', sodass er zwar klemmt, aber nicht dichtet.
Auch die Plastiktüten sind nicht sauber verschweißt.
Ein Trocknungsmittel oder ähnliches gibt es nicht.

Zusammenfassung: Die Düsen sind original zwar halbwegs staubgeschützt, aber weder luft- noch flüssigkeitsdicht verpackt.

Gruß
Norbert

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29 Aug 2018 22:39 #10265 von Volker
Volker antwortete auf Einspritzventile reinigen
Hallo Norbert,

Sie waren oft auch noch zusätzlich in Folie eingeschweißt. Aber nicht alle, da hast Du recht.

Viele Schraubergrüße - best regards, Dr-DJet Volker

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27 Sep 2018 23:14 - 27 Sep 2018 23:16 #10518 von nordfisch
nordfisch antwortete auf Einspritzventile reinigen
Hallo,
hatte heute mal wieder mit Düsen zu tun.

Teilweise wird ja der Nutzen der 'pintle-caps' angezweifelt.

Ein Bild sagt mehr als 186 Worte... (pintle-cap frisch entfernt)

Gruß
Norbert

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Letzte Änderung: 27 Sep 2018 23:16 von nordfisch.

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16 Nov 2018 21:58 #10620 von Joe66
Joe66 antwortete auf Einspritzventile reinigen
Hallo Norbert,
habe deinen Beitrag vom 14.August gelesen das es dir bis jetzt noch nicht gelungen ist ein Ventil zerstörungsfrei zu zerlegen, aber es ist möglich.
Ich habe auch Ventile gehabt dir kein Mux mehr machten, habe sie zerlegt, gereinigt und wieder komplettiert.
Danach habe ich sie auf meinem eigenen Teststand Takten lassen und das Sprühbild und Spritzmenge geprüft, und siehe da, sie sind wieder zum Leben erweckt.
Natürlich gibt es auch Ventile die wirklich nicht mehr zu gebrauchen sind, z.B. Durchgebrannte Wicklungen; Undichtigkeit am oberen Teil des Ventils…
Es wird auch bestimmt Ventile geben die im inneren so stark vom Rost zerfressen sind das sie nicht mehr dicht werden, aber was ich damit sagen möchte, ist das es doch möglich ist ein Ventil zu zerlegen und eventuell wieder zum Arbeiten zu bringen.
Gruß
Guido

Guido☺

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17 Nov 2018 00:04 #10621 von nordfisch
nordfisch antwortete auf Einspritzventile reinigen
Hallo Guido,
Herzlich Willkommen erstmal und schön, dass es hier weiter geht...

Nun, es ist MIR bisher nicht gelungen, ein Ventil zerstörungsfrei zu zerlegen.
Ich hätte wohl hinzufügen sollen, dass ich es erst an einem einzigen Ventil versucht habe.
Ich habe es dann noch nicht mal versucht, es zu zerschneiden oder so...
Auch den Faktor 'Wärme' habe ich nicht eingesetzt.

Die defekten Ventile, die ich habe, sind alle im oberen Bereich undicht. Leicht oder extrem - das ist verschieden.
Teilweise haben sie ein sehr schönes Spritzbild - teilweise müssten sie gereinigt werden - aber wozu, wenn sie undicht sind?.

Durchgebrannte Spulen habe ich noch nicht gesehen gemessen, und alle meine Düsen sind grundsätzlich gängig, d.h. das Ventil arbeitet.

Diese oben undichjten sind wohl so um die 15 Stück.... sämtlicher D-Jet-Düsen Entwicklungsstufen, d.h. heißt Düsen der ganz frühen bis zu solchen der letzten Bauform.

Es wäre jetzt natürlich interessant zu wissen, wie du die Düsen öffnest - ich habe mir z.B. extra einen Abzieher gefertigt, mit dem ich an den beiden Bohrungen ansetzend das Kunstststoffoberteil ausziehen wollte.
Mag sein, das das an einer anderen Düse funktioniert hätte - nicht aber bei meinem 'Opfer'.

Wie machst du das?

Gruß
Norbert

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17 Nov 2018 19:14 #10622 von Joe66
Joe66 antwortete auf Einspritzventile reinigen
Hallo Norbert,
danke das ich hier in eurem Forum Herzlich willkommen bin. Ich bin nicht der große schreiber mehr der Praktiker.
Wenn man sich die Ventile so im Schnittbild mal richtig anschaut ist es normalerweise nicht möglich das Ventil im oberen Teil zu öffnen und im gegenzug wieder zu verschließen.
Ich denke das Bosch die Ventile nach dem zusammenpressen mit dem Kunststoffoberteil versieht. Ich werde bestimmt das Oberteil bzw. das ganze Ventil zerlegt bekommen, aber das folgende zu Pressen mit dem Kunststoffkörper das muss ich sagen ist mir noch ein Rätsel.
Aber ich habe noch ein Ventil wo ich dieses mal versuchen könnte.

Nein, ich baue das Ventil nur im unteren bereich auseinander, reinige es und presse es wieder mit neuem Dichtring zusammen. Dazu habe ich mir einen Abzieher gemacht womit ich das untere Teil des Ventils ( Nadelkörper ) raus ziehe. Natürlich muss das Teil auch wieder zusammengebaut werden, dazu habe ich mir ein Werkzeug gebaut was mir im ersten den Nadelkörper auf druck ins Ventil drückt, da die Feder der Nadel den Nadelkörper auf druck setzt,zugleich wird das Ventil wieder verpresst so wie es Original gemacht ist.

Gruß
Guido

Guido☺

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17 Nov 2018 22:31 #10625 von nordfisch
nordfisch antwortete auf Einspritzventile reinigen
Hallo Guido,
vielen Dank für die Aufklärung.
Nun, das habe ich noch nicht versucht, wäre mir auch zu viel Arbeit, die Werkzeuge dafür zu bauen - weil ich eben praktisch ausschließlich das Problem mit den undichten Oberteilen habe.
Alle klemmenden oder tropfenden oder sonst irgendwie beim Spritzverhalten auffälligen Ventile habe ich bisher allein durch Reinigung wieder hinbekommen. Eine funktionierende Düse quasi prophylaktisch zu zerlegen verbietet sich doch wohl...

Ich weiß von einem Profi-Düsenaufbereiter (ASNU-Betrieb), dass er auch schon Düsen erfolgreich zerlegt und instandgesetzt hat. Aber solange noch irgendwie Ersatz verfügbar ist, lohnt die Mühe nicht.

Vielleicht steche ich meine Opferdüse mal im oberen Bereich auf - bisher weiß ich nicht mal sicher, wie die oben abgedichtet ist.

Gruß
Norbert

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19 Nov 2018 18:22 #10633 von Joe66
Joe66 antwortete auf Einspritzventile reinigen
Hallo Norbert,
du hast recht wenn du sagst das es normalerweise unsinnig sei eine Düse zu öffnen, aber ich hatte zu diesem Zeitraum keine ahnung davon das man die Ventile ohne sie zu zerlegen wieder ans takten bekommt.
Der grund dafür das ich überhaupt hier auf eurer Seite gelandet bin ist, ich habe schon 30 Jahre einen W109 den ich seinerzeit mit einem 3 Liter Diesel gekauft habe und ihn jetzt wieder mit dem Original Motor versehen möchte.
Ich hatte bei meinem Motor den ich mir gekauft hatte nur 4 Ventile dabe, und die waren noch nicht mal ganz. Es waren auch welche dabei wo die Nadelspitze abgebrochen waren, Danach habe ich es erstmal erfahren wie günstig die Ventile zu bekommen sind. Hab mir dann ein paar gebrauchte übers Netz besorgt, die Teilweise auch nicht gingen. Das hat mich dann zum nachdenken gebracht das selber hin zu bekommen.
Ich bin wieder ein Stückchen weiter gekommen mit der demontage des Ventils.
Es ist ein bisschen anders aufgebaut wie das es auf eurer Seite abgebildset ist.
Nun bin ich an einem weiteren Problem angelangt, den Deckel des Ventils abzuheben.
Desweiteren sehe ich es schon problematisch die Kunststoffhaube wieder aufs Ventil zu bekommen,ich habe es probiert und muss sagen das wird nicht einfach.

Guido☺

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