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250CE ersäuft regelmäßig Zylinder 3

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28 Jun 2018 00:22 #9592 von Marc J
250CE ersäuft regelmäßig Zylinder 3 wurde erstellt von Marc J
Guten Abend, werte Altblechfahrer und -Schrauber!

Erstmal großes Lob und Danke an Volker und die Community hier und drüben im StrichAcht Forum. Habe bisher zwar nur mitgelesen aber dank dem geballten gesammelten Wissen schon einige Probleme finden und lösen können. Jetzt ist aber der Punkt an dem ich mal aktiv um Hilfe fragen muss…

Zu mir:
Ich bin Marcel aus Hannover, habe seit bald 2 Jahren einen grünen 69er 250CE, den ich nach längerer Standzeit nun weitestgehend wieder aufgepäppelt habe.
…und weiß jetzt endgültig nicht mehr weiter.

Erstmal das Problem:
Der Motor lässt mit einer verblüffenden Regelmäßigkeit die Zündkerze des dritten Zylinders absaufen.
Man schraubt eine neue Kerze ein und die ersten 5-10 Kilometer ist alles supi.
Dann fängt er langsam an, bei niedriger Last und Drehzahl immer holpriger und unrunder zu laufen, hat dann deutliche Aussetzer, geht im Stand schonmal aus - bis nach ca. 50 km im Stand Zylinder 3 gar nicht mehr mitläuft (Zündstecker abziehen -> keine Reaktion).
Sobald man ihm aber Gas oder Drehzahl gibt, sind alle 6 wieder da, Motor läuft rund und hat auch Leistung.

Dieser Status hält sich, solange man ihn nicht zu lange im Stand laufen lässt oder warm startet. Dann läuft er komplett nur noch auf 5, was er einem auch sofort sehr deutlich mitteilt.
Abstellen und einen Tag später Kaltstarten geht aber, läuft dann sogar kurz wieder auf allen 6, bis Nummer 3 nach ca. ner halben Minute wieder aussteigt.

Holt man dann die Kerzen raus, sehen die so aus; schraubt man ne neue rein, wiederholt sich das Spiel exakt genauso.



Aufgetaucht ist das Problem wenn ich mich richtig erinnere, nachdem ich letztes Jahr im Herbst den Zylinderkopf mal runter hatte, um die Schaftdichtungen und 2 Kerzengewinde zu erneuern.
Dabei dann auch Ventile geprüft, gesäubert und neu eingeschliffen.
Davor lief der die Bude. Sah beim Anfahren von hinten zwar mehr nach Trabi aus, als nach schickem 6-Zylinder Coupe, aber lief einwandfrei.


Und jetzt zu meinem Dilemma:

  • Ventilspiel schon mehrfach eingestellt und geprüft, probehalbe sogar mal 0,02 mm mehr auf den dritten gegeben -> keine Änderung

  • Kompression: Alle 6 bei 11,5; Nr. 4 hat etwas mehr, Nr. 5 n bissel weniger, Nr. 3 ist komplett unauffällig.

  • Einspritzventile ASNU gereinigt und geprüft: Alle gleich sehr gut mit nur minimalem Schwitzen.

  • Kaltstart E-Ventil schon lange ohne Stecker dran und staubtrocken.

  • Mal mit dem Multimeter beim Orgeln in die Einspritzstecker gemessen: Auch alle gleich (ca. 3V) (und EV 1 und 3 hängen ja eh am gleichen Kabel?)

  • Zündung: Kappe, Finger, Kabel und Spule sind neu, Gebiss und Unterbrecher sahen auch ok aus. Kabel auch schon durchgetauscht, Zündfunke kommt und ist schön kräftig.

  • DKS auch gemessen und eingestellt. (Der Übergang zur Schubabschaltung ist ein wenig ruppig, aber das n Thema für ein andermal.)


Hat jemand hier sowas schonmal gehabt? Oder noch ne Idee woran das noch liegen könnte / was ich noch prüfen könnte?
Ich bin nämlich ziemlich genau am Ende mit meinem Latein.

Und Sorry für den Aufsatz :P

Grüße, Marcel

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28 Jun 2018 08:45 #9594 von Volker
Hallo Marcel,

das wäre ein Kandidat für den Motortest beim Workshop letzte Woche gewesen. Aber Du hast ja schon viel gemacht. Was mir noch einfällt:
  1. Druckverlustmessung statt Kompressionsmessung, um Motormechanik auszuschließen
  2. Zündsozilloskop, um sich den Zylinder 3 näher anzuschauen (so was machen wir beim Workshop). Also Brennvorgang des Zündfunkens. Da würden Probleme mit Zündkerze, Zündkabel etc. entlarvt
  3. Aus der Einspritzung wird es wohl nicht kommen, wenn Du die Einspritzventile schon hast säubern lassen und wenn die Zylinder 1 und 5 sauber laufen. Die hängen alle am gleichen Treiber im Steuergerät[. Einzige AUsnahme: Die Masseverbindung oder die Zuleitung zum Einspritzventil ist schlecht. Aber dann müsste es ja weniger statt mehr liefern. Sicherheitshalber tausche das Ventil mal durch und schau Dir die Dichtung unter dem Ventil an./li]
  4. Dann gäbe es noch die Möglichkeit, dass Öl in den Zylinder kommt.

Viele Schraubergrüße - best regards, Dr-DJet Volker

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28 Jun 2018 14:40 #9596 von nordfisch
nordfisch antwortete auf 250CE ersäuft regelmäßig Zylinder 3
Hallo Marcel,
auch wenn deine Ventile ASNU-gereinigt sind: Ich schätze, dass das eine Ventil ein Problem hat. Eine andere Erklärung fällt mir kaum ein - und die Symptome passen so gut auf ein undichtes Ventil.

Brauchst du ein grünes Ventil, kannst du es von mir auch testweise bekommen, sogar in jeder Teilenummer, die bei dir verbaut sein kann und auch mit Halter.

Kontaktiere mich ggf. per PN, wir sind ja in D-Jetronic-Dimensionen Nachbarn...

Gruß
Norbert

P.S.: Biin ab Samstag eine Woche weg...

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28 Jun 2018 22:08 - 28 Jun 2018 22:10 #9602 von Marc J
Nabend!
Danke schonmal für die Antworten.

Joa, die E-Ventile waren auch damals meine erste Vermutung, gerade ja auch wegen dem krassen Unterschied zwischen Nr. 3 und den anderen.

Ich werde am Wochenende erstmal fröhlich weiter alles mögliche durchprobieren. Vielleicht taucht ja ein Indiz auf.
Ansonsten mach ich mich nächste Woche auf die Suche nach nem Oszi und nem Druckverlustprüfer...

Plan ist:
Das siebte E-Ventil komplett von der Ringleitung trennen
Nochmal Kompression bei richtig warmen Motor messen (beim letzten Mal - gestern - wollte ich nicht wirklich Fahren mit einem möglicherweise offen stehendem Ventil)
E-Ventile erstmal untereinander durchtauschen (aber Danke Norbert für das Angebot)
Nochmal in die Einspritzstecker messen...

Frage dazu:
Bei angeschalteter Zündung und allen 6 Steckern abgezogen hatte ich zuerst an allen 12 Volt liegen, die dann beim Orgeln auf etwa 9V abgefallen sind.
Zieht man nur einen ab und misst den, dann 0V, mit etwa 3V beim Orgeln.
Ist das normal oder könnte das auf irgendwas hinweisen?

Ansonsten melde ich mich natürlich sobald es was neues gibt.

Gruß, Marcel

Edit: Öl schließe ich eigentlich auch aus, da der seit den neuen Schaftdichtungen wirklich null komma garnichts mehr qualmt... und vorher trotz gewaltigem Ölkonsum ja auch problemlos lief.
Letzte Änderung: 28 Jun 2018 22:10 von Marc J.

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28 Jun 2018 22:51 #9603 von Volker
Hallo Marcel,

das Messen der Spannungen an den EV ist mit einem Multimeter schwer, da es kein konstantes Signal ist. Du kannst mit einem Multimeter allenfalls Vergleiche zwischen den EV ziehen. Wenn es da Abweichungen gäbe, wäre das ein Signal.

Viele Schraubergrüße - best regards, Dr-DJet Volker

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29 Jun 2018 23:02 - 29 Jun 2018 23:04 #9609 von Happymungo
Happymungo antwortete auf 250CE ersäuft regelmäßig Zylinder 3
Hi,
ich hatte mal eine defekte Verteilerkappe. Sie hatte einen Haarriß und immer wenn sie etwas warm wurde "wanderte" der Funke in der Kappe umher. Der Motor hatte dann Aussetzer und unrunden Lauf.
Als ich genauer hinschaute, sah ich ganz kleine schwarze Risse - sehr klein. Die wurden durch den Funken in der Kappe gezogen.
Sobald die Kappe wieder kalt war, lief alles problemlos.

Das mit dem Tausch der EV finde ich ne gute Idee. Vielleicht auch die Zündkerzen und Zündkabel untereinander tauschen - vielleicht hilfts.

Reanimierung 450SL D-Jetter läuft......
Letzte Änderung: 29 Jun 2018 23:04 von Happymungo.

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04 Jul 2018 16:47 #9653 von Marc J
So,
Es gibt Fortschritt.

Am Wochenende erstmal ne ganze Menge rumgemessen und nichts Auffälliges gefunden, dann auf gut Glück das Zusatz-Einspritzventil komplett aus der Ringleitung genommen und mit ner neuen Zündkerze drin losgefahren.
Fuhr sich gefühlt schonmal etwas besser, mit weniger Aussetzern - hat auch eine lange Standgasphase und ein paar Warmstarts mitgemacht - den Motorlauf als rund zu bezeichnen wäre aber immernoch Wunschdenken...

Das entscheidende Indiz gab schließlich ein kräftiger Gasstoß nach genanntem Standgas: Eine stattliche blaue Wolke hinter dem Wagen.
Ich bin mir jetzt nicht sicher wie lange er das schon (wieder) macht. Hatte mir ja nach den neuen Schaftdichtungen gerade abgewöhnt, nach jeder Ampel in den Rückspiegel zu gucken.

Der Übeltäter war tatsächlich die Dichtung des dritten Einlassventils. Hing schön auf Halbmast am Ventil, gute 10mm Abstand zwischen Dichtung und Führung.
Habe sie nach Ausbau der Ventilfedern erstmal wieder auf die Führung hinuntergedrückt, in der Hoffnung, dass wir damals beim ersten Wechsel einfach geschlampt hätten...
Die Passung von Dichtung zu Ventil kam mir aber schon etwas sehr stramm vor. Mit bloßen Fingern, ohne Aufschiebehilfe fast gar nicht zu bewegen... ( oder muss das so?)

Lief erst wirklich gut, - schön Vibrationsarm, kein Ruckeln, stabilerer Leerlauf, keine blauen Wölkchen...
... und fing ein paar Kilometer später dann doch wieder an mit dem Räuchern. Na wenigstens weiß ich jetzt worans liegt. :S

Habe mir jetzt ein paar neue Schaftdichtungen bestellt und werde erstmal versuchen die so ölfrei wie möglich einzubauen.
Hoffentlich hatte ich mit meinem Korpus Delikti einfach eine sehr ungünstige Toleranz-Kombination erwischt.
Dass der Haltebund auf der Ventilführung aus irgendwelchen Gründen nicht mehr richtig sein sollte kann ich mir eigentlich nicht so richtig vorstellen...
Oder? :huh:

Gruß, Marcel

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